15. Juni 2026 – Manche Reisetage laufen genau nach Plan. Tag 5 unserer Sommertour 2026 gehörte definitiv nicht dazu – aber genau solche Tage bleiben am Ende am besten im Gedächtnis.
| Etappe | Bedingungen | Temperatur | Risiken |
|---|---|---|---|
| Start – Menton / Monaco | 🌤️ Teils bewölkt, auflockernd | 20–22 °C | Kühle Morgenluft, leicht feuchte Straßen möglich |
| Küstenfahrt – Monaco → Nice | 🌤️ Freundlich, zunehmend sonnig | 21–23 °C | Stadtverkehr, dichter Verkehr in Küstenorten |
| Küste – Nice → Antibes → Cannes | ☀️ Sonnig, klare Sicht | 23–26 °C | Hitzeentwicklung, viel Verkehr & Ampeln entlang der Küste |
| Westliche Côte d’Azur – Cannes → Fréjus | ☀️ Sonnig, stabil | 25–26 °C | Wärmebelastung nimmt zu, monotone Strecken können ermüden |
| Inland – Fréjus Richtung Massif des Maures | ☀️ Sonnig, deutlich wärmer | 26–27 °C | Hitze, stärkere Sonneneinstrahlung, Konzentrationsverlust möglich |
Monaco: mehr Stau als Postkartenidylle
Der Plan war eigentlich simpel: kurzer Stopp in Monaco, ein paar Blicke auf die berühmten Yachten und die Casino-Fassade, dann weiter Richtung Saint-Tropez. Die Realität sah anders aus. Kaum hatten wir das Fürstentum erreicht, steckten wir im dichten Verkehr – dicht gedrängte Autos, hupende Roller und dazwischen wir auf unseren beiden Reisemotorrädern, die sich in der Blechlawine plötzlich ziemlich groß anfühlten.
Der Verkehr in Monaco ist eine Erfahrung für sich. Enge Straßen, viele Tunnel, ständiger Spurwechsel – und mittendrin verlor mein GPS in einem der Tunnel komplett das Signal. Kein Empfang, keine Ansage, keine Chance, rechtzeitig zu reagieren. Das Ergebnis: eine verpasste Abfahrt, und plötzlich waren wir kilometerweit vom eigentlichen Parkplatz entfernt.
Motorrad-Tipp: In Tunneln und Tiefgaragen verlieren GPS-Geräte und Smartphones regelmäßig das Signal. Wer wichtige Abfahrten vor einem Tunnel kennt, sollte sie sich vorher merken oder die Strecke kurz im Kopf durchgehen – gerade in Städten mit vielen Tunneln wie Monaco.
Die spontane Entscheidung: Autobahn statt Umweg
Ein Umweg von 30 Minuten, um zurück zum ursprünglichen Ziel zu kommen, oder einfach weiterfahren? Nach dem anstrengenden Vortag mit der Tunnelsperrung in den Bergen war die Entscheidung schnell gefallen: Wir ließen Monaco hinter uns und wechselten auf die Autobahn. Manchmal ist der direkte Weg der bessere – auch wenn man dabei ein paar Sehenswürdigkeiten links liegen lässt.
Die Fahrt auf der Autobahn war überraschend entspannt. Nach dem Verkehrschaos der letzten Stunde fühlte sich der gleichmäßige Fahrtwind auf gerader Strecke fast wie eine Belohnung an. Kilometer für Kilometer kamen wir dem Zeltplatz bei Saint-Tropez näher, und mit jeder Ausfahrt wuchs die Vorfreude auf einen ruhigen Nachmittag.
Einkaufen, ankommen – und dann fehlt ein Handschuh
Kurz vor dem Ziel hielten wir noch für einen Einkauf, um den Zeltplatz mit Vorräten für den Abend zu erreichen. Endlich angekommen, fanden wir einen schattigen Stellplatz – nach den heißen Fahrstunden ein echter Glücksgriff.
Doch dann die Überraschung: Meine Frau bemerkte, dass einer ihrer Motorradhandschuhe fehlte. Was zunächst nach einem kleinen Ärgernis aussah, wurde schnell ernster, denn in Frankreich gilt für Motorradfahrer Handschuhpflicht.
Frankreich-Tipp: Handschuhpflicht auf dem Motorrad Seit einigen Jahren müssen Motorradfahrer in Frankreich zertifizierte Handschuhe tragen – Kontrollen gibt es vor allem in Urlaubsregionen wie der Côte d‘Azur. Wer ohne fährt, riskiert ein Bußgeld. Unser Tipp: Ersatzhandschuhe immer griffbereit in einer separaten Tasche verstauen, damit sie im Ernstfall schnell zur Hand sind.
Also ging es zurück zum Supermarkt – die vermeintlich letzte Station, an der der Handschuh verloren gegangen sein könnte. Doch von dem Handschuh war nichts zu sehen. Während meine Frau drinnen die Angestellten fragte, ob jemand etwas gefunden hatte, stand ich draußen bei den Motorrädern und durchsuchte noch einmal alle Taschen – mit Erfolg. Der Handschuh hatte sich die ganze Zeit in einer der Seitentaschen versteckt.
Erleichterung machte sich breit, und wir konnten endlich zurück zum Zeltplatz und in den wohlverdienten Feierabend starten.
Pool, Schatten und ein entspannter Ausklang
Zurück am Zeltplatz ließen wir den restlichen Tag am Pool und vor dem Zelt ausklingen. Nach zwei anstrengenden Fahrtagen tat die Ruhe gut – kein GPS, kein Verkehr, nur Sonne, Wasser und die Vorfreude auf den nächsten Tag.
Ausblick: Stadtbummel in Saint-Tropez
Am nächsten Tag stand kein Fahrprogramm an, sondern ein entspannter Bummel durch Saint-Tropez. Nach dem turbulenten Tag 5 genau das richtige Rezept, um neue Energie für die nächste Etappe unserer Sommertour 2026 zu sammeln.
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